Fluxbox

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fluxbox

Bei Fluxbox handelt es sich um einen ressourcenschonenden Fenstermanager, der aber trotzdem extrem konfigurierbar ist. Es lassen sich Fenstertabs, Tastaturkürzel, eine Werkzeug- und Symbolleiste sowie das Aussehen der Anwendungsfenster mittels reiner Textdateien konfigurieren. Entstanden ist er als eine Abspaltung (Fork) vom Fenstermanager Blackbox, dem er auch sehr ähnelt. Wegen seines geringen Ressourcenverbrauchs eignet sich Fluxbox sehr gut für ältere Rechner. Fluxbox arbeitet aber auch mit Gnome und KDE gut zusammen.

Das Hauptmenu erreicht man durch einen Rechtsklick auf die Fensteroberfläche.

Installation[edit | edit source]

sudo apt-get install fluxbox

Eine neuere Version MX-Fluxbox 2.0 steht inzwischen als Testversion zum Download bereit.

Um vernünftig mit fluxbox arbeiten zu können sollten mindestens noch diese Pakete installiert werden:

  • fbautostart (zur Verwaltung der Programme, die automatisch gestartet werden sollen)
  • fbpanel (kleines und Desktop-unabhängiges Panel)
  • fbpager (Verwaltung von mehreren Desktops)

Konfiguration[edit | edit source]

viele Einstellungen lassen sich direkt über das Desktop-Menu (Rechtsklick auf den Desktop) vornehmen. Dort gibt es einen Menupunkt "Konfiguration" mit folgenden Punkten:

  • Fokustyp
  • Maximierungseinstellungen
  • Tab-Einstellungen
  • Transparenz
  • Slit-Einstellungen (Slit ist ein Bereich, in dem kleine DockApps plaziert werden)
  • Toolbar-Einstellungen
  • soll der Fensterinhalt beim Verschieben angezeigt werden?
  • sollen Fenster über Desktopgrenzen verschoben werden?

außerdem existiert ein weiterer Punkt, um die Arbeitsflächen einzurichten (Anzahl, Namen) und eine große Anzahl (mehr als 30) von auswählbaren Styles.

Desktop Hintergrund[edit | edit source]

Um den Desktop-Hintergrund zu setzen gibt es zwei Befehle:

  • fbsetroot
  • fbsetbg

fbsetroot[edit | edit source]

mit fbsetroot beherrscht nur Hintergrundfarben aber keine Bilder. Man kann damit eine einfache, solide Hintergrundfarbe setzen

fbsetroot -solid red  # roter Hintergrund

Statt der Farbnamen kann überall auch die RGB-Farbnotierung benutzt werden:

fbsetroot -solid rgb:40/60/75

die HTML-Notierung ist ebenfalls immer möglich, muss aber in Anführungszeichen gesetzt werden:

fbsetroot -solid "#00ff00"

Es sind Farbverläufe möglich:

fbsetroot -gradient Horizontal -from green -to blue  # horizontaler Farbverlauf von grün nach blau

für die Option -gradient gibt es folgende Werte, von denen einer gesetzt werden muss:

  • Horizontal
  • Vertical
  • Diagonal
  • Crossdiagonal
  • Pipecross
  • Elliptic
  • Rectangle
  • Pyramid

zweifarbige Kästchenmuster erhält man mit diesem Kommando:

fbsetroot -mod 10 20 -bg black -fg grey
# je kleiner die Zahlen hinter -mod sind, desto kleiner werden die Kästchen (1. Zahl x-Achse, 2. Zahl y-Achse)
# -bg = Inhalt der Kästchen, fg = Farbe der Kästchenumrandung

fbsetbg[edit | edit source]

fsetbg ist mächtiger als fbsetroot, weil damit sowohl Hintergrundfarben und -muster als auch Hintergrundbilder gesetzt werden können.

Optionen:

-f file  # fullscreen Wallpaper
-c file  # zentriertes Wallpaper
-t file  # gekacheltes (tiled) Wallpaper
-a file  # Wallpaper wird maximiert unter Beibehaltung der Seitenverhältnisse. Ist das nicht möglich, wird Option -f benutzt
-r verzeichnis  # setzt ein aus dem Verzeichnis zufällig ausgewähltes Bild als Wallpaper 
-l       # benutzt das vorherige Wallpaper
-i       # zeigt mögliche Hilfsprogramme an (wpsetters genannt), die für das Setzen des Hintergrundes benutzt werden können
-p       # gibt Tipps zum Gebrauch von fsetbg
-b fbsetrootoptions # für fbsetrootoptions werden die gleichen Optionen wie bei fbsetroot benutzt (s.o.), z.B.:
fbsetbg -b -solid blue

fbsetbg unterstützt die Erinnerung an den zuletzt eingestellten Bildschirmhintergrund, so dass man nicht den Stil oder die Init-Datei bearbeiten muss, um den Bildschirmhintergrund zu ändern. Dies wird ermöglicht, indem fsetbg den zuletzt benutzten Befehl in die Datei ~/.fluxbox/lastwallpaper schreibt, z.B.:

wpsetters feh
fbsetroot|-solid blue||:0.0

Wird dies nicht gewünscht, so können die Optionen -f, -c, -t, -a, -b und -r in Grossbuchstaben geschrieben werden, damit sich fsetbg nicht daran "erinnert".

Weblinks[edit | edit source]